Solidarität mit den russischen Lehrkräften gegen Krieg „Teachers Against War“

Solidarität mit den russischen Lehrkräften gegen Krieg „Teachers Against War“

Bild: Gordon Johnson/pixabay.com

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

mit großer Freude haben wir die Nachricht erhalten, dass ihr euch gegen das engagiert, was derzeit in der Ukraine stattfindet. Wir bewundern euren Mut und euer Handeln!

Wir selbst haben lange und intensiv diskutiert, wie wir (als einer der größten Stadtverbände unserer Gewerkschaft in Deutschland) zum Konflikt in der Ukraine stehen. Letztlich haben wir an der alten gewerkschaftlichen Position festgehalten: Geld für Gesundheit, Soziales und Bildung – nicht für Waffen und Krieg!

Das muss für alle Seiten gelten, denn die Leidtragenden von Krieg und Waffengewalt sind nicht die Politiker und die, die Waffen verkaufen. Die Leidtragenden sind die „einfachen Leute“, unsere Kolleg*innen, Brüder und Schwestern – und letztlich wir selbst.

Im Februar dieses Jahres herrschte bei uns in Deutschland eine Inflation von fast fünf Prozent. In der Verhandlung um unsere Löhne wollte man uns aber nur 1,4 Prozent zugestehen. Heute liegt die Inflation bei fast acht Prozent und plötzlich kauft unsere Regierung Waffen für 100 Milliarden Euro.

Kriege können gestoppt werden – wenn wir Beschäftigten uns zusammenschließen und sie aktiv verhindern. Das müssen wir über Ländergrenzen hinweg tun und unabhängig davon, welche Sprache wir sprechen, welche Hautfarbe wir haben, welcher Religion wir angehören.

Wenn wir euch unterstützen können, dann lasst uns das wissen.

Wir werden eure Aktionen hier in Deutschland bekannt machen. Solidarität!

Herzliche GEWerkschaftliche Grüße
Der Geschäftsführende Vorstand der GEW Köln

Köln, den 6.4.2022