Neuigkeiten 04.05.2026

1. Mai 2026 in Köln

Erst unsere Jobs, dann eure Profite - 1. Mai 2026

„Erst unsere Jobs, dann Eure Profite“ – lautete das Motto des diesjährigen 1. Mai 2026. Die Lage der Beschäftigten in Kitas, Schulen, Hochschulen und sozialen Einrichtungen wird geprägt von immer größeren Belastungen, Personalmangel und schwierigen Rahmenbedingungen.

Min.

Wer Bildung sichern will, muss die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten verbessern. Denn gute Bildung und gute Arbeitsbedingungen gehören zusammen. Allein Mangelverwaltung gefährdet nicht nur die Zukunft des gesamten Bildungsbereichs, sondern auch die Zukunft der nächsten Generationen. Gelder sind vorhanden, werden aber nicht an den richtigen Stellen eingesetzt.

So kamen am 1. Mai in Köln rund 6.500 Teilnehmer*innen aus allen Sparten zusammen, um mit dem Demonstrationszug vom Hans-Böckler-Platz zur zentralen Kundgebung auf dem Heumarkt zu ziehen. Moderiert wurde die Kundgebung von Irene Schwarz, die Oberbürgermeister Torsten Burmester zu seinen Zukunftsvisionen für die Stadt Köln befragte. Wichtig seien sichere Arbeitsplätze mit den entsprechenden Rahmenbedingungen der Politik, die dies ermöglichen müssten, so Burmester.

Im Anschluss traten Witich Roßmann, Vorsitzender des DGB Köln-Bonn, und Judith Gövert, Geschäftsführerin des DGB Region Köln-Bonn, auf die Bühne. Hier wurde der Ton deutlich schärfer und direkter. Zu Anfang positionierte sich der DGB klar zur Debatte, den Tag der Arbeit als Feiertag abzuschaffen. Gövert rief: „Heute ist der Tag der Arbeit, unser Kampftag, ein gesetzlicher Feiertag. Und liebe CDU, lieber Bundeskanzler Merz – das wird er auch bleiben! Hände weg von unserem Tag!“

Danach forderten Vertreter*innen der acht Kölner Gewerkschaften entsprechend ihrer Arbeitsfelder Aufmerksamkeit für ihre Themen. Während die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Respekt und Sicherheit für ihre Beschäftigten einforderten, warb die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) für gute Arbeitsbedingungen im Bildungssystem. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) verteidigte den 8-Stunden-Tag, die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) forderte faire Arbeitszeiten in der Gastronomie und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) warb für eine gute Finanzierung der Kommunen. Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) setzte sich für Tarifbindung und die Beteiligung der Beschäftigten in der Transformation der Arbeitswelt ein, die Industriegewerkschaft Metall (IG Metall) forderte Investitionen der Unternehmen hier in der Region. 

Die DGB Jugend trat mit einem Sketch zur Situation und den Sorgen junger Beschäftigter auf und die DGB-Frauen traten ein für eine Zukunft, in der Frauen finanziell genauso stark dastehen wie Männer. Als zentrale Rednerin konnte Christine Behle, stellv. Vorsitzende ver.di, gewonnen werden.

Beim Kulturprogramm traten Fatih Çevikkollu für den verhinderten Wilfried Schmickler auf, die Band „Phine Knipp“ sorgte für gute Musik.

Programm & Aufruf zum 1. Mai 2026 in Köln

Eine Übersicht über alle 76 Veranstaltungen in NRW zum Tag der Arbeit: 

1. Mai 2026: Erst unsere Jobs, dann eure Profite | DGB Nordrhein Westfalen

Die zentrale Kundgebung in NRW fand in Mülheim a. d. Ruhr. statt mit dem Vorsitzenden des DGB NRW, Thorben Albrecht, und Ministerpräsident Hendrik Wüst.