Zivilklauseln, die Verpflichtung der Hochschulen auf rein zivile Zwecke, wurden erstmals von den Alliierten als Konsequenz aus dem Faschismus eingeführt. Im Kalten Krieg waren sie Grundlage für wissenschaftliche Zusammenarbeit und Entspannung der Blockkonfrontation. Heute sind sie vor allem von friedensbewegten Studierendenvertretungen und Gewerkschaften erkämpfte Selbstverpflichtungen, zu Frieden, Demokratie und Nachhaltigkeit beizutragen, und es gibt sie an rund 70 Hochschulen bundesweit.
Seit der “Zeitenwende” werden sie massiv von Rüstungsindustrie, CDU & Co. bekämpft, in Bayern sogar verboten. In NRW behauptet die Landesregierung, Rüstungsforschung diene ja meist dem Frieden und sei daher mit Zivilklauseln im Einklang.
Als Teil des wachsenden Protests für Zivilklauseln und Friedenswissenschaft werden wir u. a. diskutieren:
- Warum geht Frieden nur in Opposition zu Aufrüstung und Militarisierung?
- “Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!” Warum gehört das gerade heute zusammen?
- “Mit den Waffen des Geistes gegen den Geist der Waffen” (Martin Löwenberg, KZ-Überlebender und Antifaschist)
- Was haben wir wirklich gegen die Brutalität des Kriegs in der Hand?
- Welche Bedeutung haben Gewerkschaften im Kampf für Zivilklauseln?
Referentin: Senta Pineau, AK Zivilklausel & AStA der Universität zu Köln
Ort: Universität zu Köln (Raum wird noch bekannt gegeben)
Eine Veranstaltung des Arbeitskreises Frieden & Internationales der GEW Köln und des Arbeitskreises Zivilklausel der Universität zu Köln.
