Neuwahlen 2018 des Geschäftsführenden Vorstands

Am 25. April 2018 um 18 Uhr im DGB-Haus Köln findet die Kölner Mitgliederversammlung mit Neuwahl zum Geschäftsführenden Vorstand (GfV) statt.

Der Geschäftsführender Vorstand wird für zwei Jahre gewählt; zu besetzen sind elf Plätze, davon mindestens acht durch Frauen. 16 Kandidaturen stehen zur Wahl, darunter zwei Tandem-Kandidaturen (= 2 Personen für einen Platz), die nach unserer neuen Wahlordnung grundsätzlich möglich sind.

Die Kandidat*innen werden sich bei der Mitgliederversammlung vorstellen und können dort befragt werden.

Alle Kölner Mitglieder erhalten die Wahlunterlagen per Post. Der Wahlvorgang wird bei der Mitgliederversammlung eröffnet.

• Er endet am 9. Mai 2018, bis dahin können die Stimmzettel per Post oder persönlich der Geschäftsstelle übermittelt werden.

• Am 11. Mai 2018 findet die Mitglieder-öffentliche Auszählung in der GEW-Geschäftsstelle statt.

• Die Widerspruchsfrist endet am 29. Mai 2018.

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Das Ergebnis nach der Stimmauszählung am 11. Mai 2018:

  • Esther Brandt/Heiner Brokhausen

  • Brunhilde Seeber

  • Beate Kleifgen

  • Maria Backhaus/Ines Bartenstein

  • Elke Hoheisel-Adejolu

  • Eva Hering

  • Berkan Kar

  • Guido Schönian

  • Barbara Hünning

  • Frauke Eilers

  • Stefan Schüller

     

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Hier stellen sich nun die Kandidatinnen und Kandidaten schriftlich vor:

Tandem-Kandidatur

Maria Backhaus - FG Realschule
Maria Backhaus
Ines Bartenstein - AK Angestellte
Ines Bartenstein

Maria Backhaus (FG Realschule):

Lehrerin an einer Realschule in Köln-Nippes. Leitung der Kölner Fachgruppe Realschule und Mitarbeit im Geschäftsführenden Vorstand (GfV) und im Vorstand der Kölner GEW. Mitglied im landesweiten Fachgruppenausschuss der Realschulen der GEW NRW. Seit 10 Jahren Personalrätin bei der Bezirksregierung Köln.

Ines Bartenstein (AK Angestellte):

angestellte Lehrerin an einer Kölner Gesamtschule (davor fünf Jahre Tätigkeit an einer Kölner Realschule). Mitarbeit im Geschäftsführenden Vorstand (GfV) und im Vorstand der Kölner GEW. Mitglied des Rechtsberatungsteams der Kölner GEW. Seit fünf Jahren Personalrätin Gesamtschule bei der Bezirksregierung Köln.

Wofür wir eintreten:

Eine gerechte Bezahlung der angestellten Lehrkräfte ist für uns unabdingbar. Wir möchten uns für eine enge Vernetzung der verschiedenen Fachgruppen einsetzen, denn erhöhte Arbeitsbelastung und -verdichtung betreffen die Kolleg*innen der verschiedenen Schulformen. Die Gesamt- und Realschule haben sich in der konzeptionellen Ausrichtung der Sekundarstufe I angenähert. Der Umgang mit Heterogenität, wie der Unterricht von Kindern mit unterschiedlichen Schulformempfehlungen, Inklusion, Vorbereitungsklassen und Ganztagsunterricht gehören bei beiden Schulformen zum Berufsalltag. Neben der Verbesserung der personellen und räumlichen Ressourcen fordern wir die Absenkung der Pflichtstundenzahl und der Klassenhöchstfrequenzwerte. Nur wenn wir gewerkschaftlich eng und schulformübergreifend zusammenarbeiten, können wir die Anliegen der Kolleg*innen schlagkräftig vertreten und bildungspolitischen Einfluss geltend machen. Dafür möchten wir uns im GfV einsetzen!

Warum wir gemeinsam kandidieren:

Ein wichtiges Thema für den GfV, an dem wir arbeiten möchten, ist Gleichstellung. Gewerkschaftliches Engagement in Fachgruppen- und Vorstandssitzungen oder im 14tägigen Geschäftsführenden Vorstand bedeutet einen großen zeitlichen Aufwand. Im Sinne eines Gleichstellungsauftrages sind wir der Meinung, dass allen Mitgliedern ein aktives gewerkschaftliches Engagement durch ein geteiltes Mandat, das mit Beruf und Familie zu vereinbaren ist, ermöglicht  werden muss! Mit diesem Modell haben wir in den letzten zwei Jahren im Geschäftsführenden Vorstand gute Erfahrungen gesammelt. Inzwischen hat sich der Stadtverband durch eine Satzungsänderung klar für die Möglichkeit der Ausübung eines Mandats als Tandem positioniert.


Tandem-Kandidatur

Esther Brandt - FG Sonderpädagogische Berufe
Esther Brandt
Heiner Brokhausen - FG Sonderpädagogische Berufe
Heiner Brokhausen

Esther Brandt (FG Sonderpädagogische Berufe):

43 Jahre. Seit der Studienzeit GEW-Mitglied. Aktiv als Ersatzmitglied im Personalrat Förderschulen und im Leitungsteam der Fachgruppe Sonderpädagogische Berufe. Lehrerin an einer Förderschule mit dem Schwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung, aus voller Überzeugung und mit viel Humor und Liebe zum Beruf. Kurze Abordnung in das Gemeinsame Lernen an eine Gesamtschule und daher Kenntnis über die Arbeitsbedingungen der Kolleginnen und Kollegen, die in der Inklusion arbeiten.


Heiner Brokhausen (FG Sonderpädagogische Berufe):Angestellter Sonderpädagoge in einer Kölner Förderschule. Seit 27 Jahren GEW-Mitglied und seitdem vor allem in der Fachgruppe Sonderpädagogische Berufe aktiv. Im Leitungsteam der Fachgruppe Sonderpädagogische Berufe und Mitarbeit im erweiterten Vorstand des Stadtverbandes. Insgesamt 11 Jahre für die GEW in Personalräten, aktuell im Personalrat Förderschulen bei der Bezirksregierung Köln.

Wir kandidieren für den Geschäftsführenden Vorstand mit der Maßgabe, dass wir uns das Mandat teilen. Da wir noch anderweitige Verpflichtungen haben und den Aufgaben im Geschäftsführenden Vorstand verantwortungsvoll mit dem notwendigen zeitlichen Umfang gerecht werden möchten, haben wir uns für diese Tandem-Lösung entschieden.

Wir möchten uns gemeinsam insbesondere für die Beschäftigten an Förderschulen und im Gemeinsamen Lernen einsetzen, im Sinne einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Reduzierung der Arbeitsbelastung. Wichtig sind uns der Erhalt bzw. die Gewährleistung sonderpädagogischer Standards im Gemeinsamen Lernen und an den Förderschulen. Wir werden die Inklusion auf dem Weg zur "Schule für Alle" konstruktiv und kritisch begleiten.


Ayla Celik - Ausschuss Schulleitung
Ayla Celik

Ayla Celik - FG Gesamtschule

Nach 12 Jahren an der Realschule bin ich zurzeit Lehrerin an der Gesamtschule in der Funktion der Abteilungsleiterin und engagiere mich vor Ort in der Fachgruppe Gesamtschule und dem Arbeitskreis für Lehrer*innen und Erzieher*innen von Migrantenkindern (AK LEMK).

Auf der Landesebene bin ich derzeit im Leitungsteam des Ausschusses für Schulleitung der GEW NRW. Mit der Arbeit in diesem Ausschuss versuchen wir über die GEW auf die Politik einzuwirken, um die Rahmenbedingungen für Schulentwicklungsprozesse und somit die Arbeitsbedingungen zu verbessern u.a. fordern wir eine grundlegende Bereinigung "unnützer" und "aufwendiger" Erlasse und eine verbesserte Unterstützung der Schulen bei der Verwaltungsarbeit.

Die GEW und wir als GEW-Mitglieder, die in unterschiedlichen Referaten, Gremien, Fachgruppen und Ausschüssen aktiv sind, können Schule "bewegen", wenn wir - über die Schulformen und den unterschiedlichen Funktionen im System Schule hinweg - solidarisch sind.

In der gewerkschaftlichen Arbeit ist mein Anliegen:

  1. Die Gestaltungsmöglichkeiten für Integration und die Rahmenbedingungen der Inklusion in der Schule zu verbessern und eine Kultur des wertschätzenden Umganges miteinander zu fördern. Integration und Inklusion können gelingen, wenn Lehrer*innen, die diese Aufgabe stemmen und bewältigen sollen, "Unterstützung" erfahren u.a. in Form von Absenkung der Pflichtstundenzahl, Absenkung der Klassenfrequenzrichtwerte und Zuweisung von fachlich qualifiziertem Personal (Schulsozialarbeiter*innen, Schulpsycholog*innen).
  2. Daran arbeiten, dass im System Schule nachhaltig systemrelevante Maßnahmen durchgesetzt werden, die das Wohlbefinden der Lehrer*innen und Schüler*innen fördern und zur Gesundheitsförderung aller am Schulleben Beteiligten beitragen.
  3. Die Unterstützung der Kolleg*innen im angestellten Verhältnis unter dem Motto: "Gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit"

Frauke Eilers - FG Berufskolleg
Frauke Eilers

Frauke Eilers - FG Berufskolleg

Seit über zehn Jahren arbeite ich nun an einem Berufskolleg in Köln und war die vergangenen vier Jahre im GA tätig. Für das in mich gesetzte Vertrauen möchte ich mich an dieser Stelle noch mal bedanken!

Mit meiner Tätigkeit im GA möchte ich meinen Beitrag zur Verbesserung der Arbeitssituation an Schulen leisten und mich für die Belange der Kolleg*innen einsetzen. Dazu gehört ebenso die Unterstützung der einzelnen Fachgruppen und Arbeitskreise wie auch die der im GfV gesetzten Arbeitsschwerpunkte.

Ziel der gesetzten Arbeitsschwerpunkte des GfV ist es, die Bedingungen für Lehrkräfte zu verbessern um eine erfolgreiche Inklusion überhaupt möglich zu machen. Dazu zählt nicht zuletzt das auch sonst relevante Problem der wachsenden Klassengrößen bei zugleich steigenden Anforderungen in puncto Individualförderung, vor allem auch im Hinblick auf die fehlenden Sprachkenntnisse; Herausforderungen, welchen wir Lehrer uns schulformübergreifend gegenüber sehen. Gegen diese und weitere Missstände will ich auch weiterhin angehen und im künftigen GfV meine entsprechenden Erfahrungen dazu einbringen.


Dr. Alexander Fladerer - FG Gymnasium
Dr. Alexander Fladerer

Dr. Alexander Fladerer (45 Jahre) - FG Gymnasium:

Warum ich wieder für den Geschäftsführenden Vorstand (GfV) kandidiere?

1. Weil ich als Mitglied des GfV die Positionen des Kölner Stadtverbandes besser auf Bezirksebene einbringen kann. Derzeit bin ich im Leitungsteam des GEW-Bezirksvorstandes Köln u.a. für den reibungslosen Informationsfluss zwischen den Gremien auf Landes-, Bezirks- und Stadtverbandsebene sowie zwischen unseren Personalratsfraktionen mitverantwortlich. Als Mitglied des GfV kann ich besser als "Stimme des Kölner Stadtverbands" im Bezirksleitungsteam fungieren.

2. Als Mitglied des Kölner Fachgruppenvorstandes Gymnasium und Bezirksfachgruppenvorsitzender Gymnasium ist mir die immense Bedeutung der Fachgruppen für die GEW klar. Die Fachgruppen bilden die inhaltliche Basis der GEW-Arbeit, sind Ansprechpartner für Kolleginnen und Kollegen und mit ihren Vertrauenspersonen das Gesicht der GEW am Arbeitsplatz. Im GfV habe ich mich dafür eingesetzt, dass die Arbeit der Fachgruppen verstärkt unterstützt wird. Der Fachgruppenvorstand Gymnasium unterstützt meine Kandidatur und die von Andreas Haenlein.

3. In den letzten beiden Jahren habe ich mich im GfV besonders in den Themenfeldern Organisationsentwicklung, G8/G9-Reform, Tarif und Recht, DGB sowie Pressearbeit engagiert. Ich würde gerne diese intensive Arbeit für Euch für zwei weitere Jahre fortsetzen.

Meine Positionen und Ziele:

  • Arbeitszeit und Arbeitsbelastung der Kolleg*innen senken und diese Themen noch mehr in den Fokus der GEW-Arbeit rücken.
  • Streikrecht auch für Beamt*innen.
  • Beste Arbeits- und Lernbedingungen an allen Schulformen.
  • Gewartete EDV-Dienstgeräte vom Dienstherrn.
  • G9-Einführung ohne zusätzliche Arbeitsbelastung.
  • Vergrößerung des Organisationsgrades (weil starke Gewerkschaft = gute Arbeitsbedingungen und gute Entlohnung).

Ich arbeite am Erich Kästner-Gymnasium in Köln-Niehl (Fächer: Ch, Ph) und engagiere mich für die Beschäftigten vor Ort als Mitglied im Bezirkspersonalrat Gymnasium/WBK und als GEW-Vertrauensperson.

Ich bitte um Euer Vertrauen und Eure Stimme.


Henning Frey - AK Angestellte
Henning Frey

Henning Frey - AK Angestellte

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

mit unserem letzten Landesgewerkschaftstag am 25. November hat die GEW in NRW die Zunahme der Arbeitsbelastung von Lehrkräften zum Thema gemacht. Es zeichnet die GEW aus, dass sie den Kampf zur Beseitigung dieser Belastungssituation, die den Arbeitsalltag von uns allen bestimmt, zu einem gewerkschaftlichen Ziel erklärt hat und es nicht dabei belässt, sie zu einem individuellen Problem des einzelnen Lehrers zu machen, mit dem der irgendwie klar kommen soll. Zwei Beschlüsse sind aus meiner Sicht in diesem Zusammenhang besonders wichtig: Die Forderung der GEW nach einer Beschränkung des "wöchentlichen Stundendeputats aller Lehrkräfte aller Schulformen auf höchsten 23,5 Stunden" und die Forderung nach einer Streichung des § 44 im Tarifvertrag der Länder, der die angestellten Lehrkräfte von der Arbeitszeitregelung der übrigen Landesbeschäftigten ausnimmt und sie der Arbeitszeitregelung für die Beamten unterstellt.

Die Anträge zur Verkürzung des Stundendeputats bzw. der Arbeitszeit, die vom Gewerkschaftstag angenommen wurden, gingen aus der Diskussion im AK für Angestellte in Stadtverband Köln hervor. Als einen ersten Schritt zur Umsetzung dieses Beschlusses haben wir ein Flugblatt unter dem Titel "Runter mit der Belastung - runter mit der Arbeitszeit" gemacht. Das Flugblatt wurde an alle Schule verschickt und auch vor der Personalversammlung der Berufskollegs am 8. März verteilt.

Ihr könnt Euch vorstellen, dass viele Kolleginnen und Kollegen das gut fanden. Viele haben bestätigt, dass sie die Arbeitszeit verkürzen, weil sie unter den gegebenen Bedingungen ein volles Deputat nicht mehr schaffen. Das Flugblatt "passte" auch zu der Personalversammlung, weil dort dann prompt der Konflikt um die Belastung der Kolleginnen und Kollegen aufbrach. Der Anlass war, dass die Bezirksregierung einseitig für bestimmte Bereiche die Anforderungen für die Einreichung von Prüfungsvorschläge erhöht hat, was erneut zusätzliche Arbeit ohne Verringerung der anderen Verpflichtungen bedeutet hat.

Die Arbeitszeit der Beamten wurde im Januar 2001 von 38,5 auf 41 Wochenstunden erhöht. Das Stundendeputat in allen Schulformen wurde im Anschluss daran im Februar 2001 um eine Stunde erhöht. Laut § 44 des TV-L ist die Arbeitszeit der angestellten Lehrer an die der Beamten gekoppelt und sie wurde entsprechend mit erhöht. Wir wollen als angestellte Lehrkräfte für eine Aufhebung des § 44 eintreten, weil wir damit im Rahmen des Tarifkampfs einen ersten Schritt zur Rücknahme dieser Verschlechterungen und der damit verbundenen Belastung machen wollen. Es ist klar, dass es damit noch keinen Automatismus für eine ebensolche Verringerung der Arbeitszeit der Beamten gibt. Aber der Tarifkampf der Angestellten eröffnet auch die Möglichkeit für die Beamten, diese Frage auf die Tagesordnung zu setzen. Er hilft uns auch, als Angestellte und Beamte gemeinsam gegenüber der Landesregierung für eine Verringerung des Deputats zu mobilisieren. Über die Senkung des Deputats will die GEW auch den Arbeitgeber zwingen, mehr Stellen zu schaffen.

Gegenüber dem AK Angestellte haben Kollegen schon angesprochen, dass die GEW eine Kampagne für eine Erhöhung Mehrarbeitsvergütung machen soll. Ihre Forderung greift der Gewerkschaftstagsbeschluss auf: Denn eine Folge der Streichung des §44 TV-L ist auch, dass angestellte Lehrkräfte damit in den Genuss der Regelungen für "Sonderformen der Arbeit" nach § 7 und 8 TV-L (Mehrarbeit, Bereitschaften) kommen würden. Die dort vereinbarten Zuschläge liegen erheblich über dem, was uns jetzt nach Mehrarbeitsverordnung bezahlt wird.

Wir alle wissen, dass mit einem Gewerkschaftstagsbeschluss noch nicht die Forderungen umgesetzt sind. Jetzt müssen aus den Gewerkschaftstagsbeschlüssen Forderungen für den Tarifkampf der Länder 2019 werden.

Ich sehe es als die Aufgabe des geschäftsführenden Vorstand, die Organisierung unserer Kampagne "Runter mit der Belastung - Runter mit der Arbeitszeit" zu unterstützen und zu helfen, den Tarifkampf im kommenden Jahr vorzubereiten. Dafür will ich auf der JHV am 25. April kandidieren.

mit solidarischem Gruß
Henning Frey


Julian Gürster - FG Gymnasium
Julian Gürster

Julian Gürster - FG Gymnasium

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich bin angestellter Lehrer an einem Gymnasium. Seit Kurzem habe ich das Referendariat beendet, aber seit langem bin ich Gewerkschaftsmitglied.

Gewerkschaft heißt für mich, die Interessen jeder und jedes Einzelnen und aller Kolleginnen und Kollegen eines Bereiches zu verteidigen. Gewerkschaft heißt, einen geeinten Kampf zu führen, um diese Interessen gegen den Widerstand der Arbeitgeber durchzusetzen - egal, ob verbeamtet oder angestellt, egal, in welcher Schulform. Gewerkschaft heißt, Demokratie und die Umsetzung der Beschlüsse.

Für mich ist die Gewerkschaft ein Werkzeug brauchen, mit dem wir als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unser Recht auf ein besseres Leben umsetzen können. Deshalb verteidigen wir unsere Arbeitsbedingungen, unsere Löhne und - in der GEW - die Lern- und Bildungsbedingungen.

Ich denke, wir sollten uns im Tarifkampf für die Senkung der Arbeitsbelastung, gegen die Kettenvertretungsverträge besonders bei jungen Kolleginnen und Kollegen, für die Schaffung von Stellen durch die Landesregierung und für den Bau der 41 fehlenden Schulen in Köln einsetzen.

Diese Position möchte ich für Euch in der Gewerkschaft unterstützen.


Andreas Haenlein - FG Gymnasium
Andreas Haenlein

Andreas Haenlein - FG Gymnasium

"Andreas aus der Fachgruppe Gymnasium möchte in den GfV! Tagsüber unterrichte ich Geschichte, Politik und Mathematik am Georg-Büchner-Gymnasium in Köln-Weiden, organisiere den Budapest-Austausch und berate die Q1.

Abends engagiere ich mich bereits seit über zehn Jahren aktiv in der Fachgruppe Gymnasium. Zugegeben, seitdem ich im Leitungsteam bin und auch an Sitzungen des Bezirksvorstands teilnehme sowie im Personalrat sitze, beschränkt sich mein Engagement für die Kölner Kolleginnen und Kollegen nicht mehr nur auf abendliche Termine. ;-)

Gerne bin ich nun auch bereit, mich noch stärker im Stadtverband Köln einzubringen! Und was ich dann im GfV für euch erreichen konnte, erzähle ich euch dann vielleicht in meinem Vorstellungstext in zwei Jahren ... "


Eva Hering - FG Gesamtschule

Ich bin Lehrerin an einer Gesamtschule. Meine Schwerpunkte sind in der gewerkschaftlichen Arbeit zum einen der Arbeitsschutz und zum anderen die Mitarbeit am forum, um für die Mitglieder eine Plattform zum Austausch anzubieten bzw. mit den Inhalten Öffentlichkeit für die Anliegen der Mitglieder herzustellen.

 

 


Elke Hoheisel-Adejolu - FG Grundschule
Elke Hoheisel-Adejolu

Elke Hoheisel-Adejolu - FG Grundschule

Grundschullehrerin in Köln-Meschenich, Gewerkschaftsmitglied seit 28 Jahren, Delegierte beim Gewerkschaftstag, beim Landesfrauenausschuß und im DGB-Stadtfrauenausschuss, Mitglied des Örtlichen Personalrates Grundschule und des Bezirkspersonalrates Grundschule.

Seit 2016 bin ich Mitglied des Geschäftsführenden Vorstandes der GEW Köln. Dort bin ich zuständig für den Fachbereich Grundschule und bin stellvertretende Finanzreferentin. In der GEW setze ich mich besonders für folgende Themenbereiche ein:

  • Frauen/Gleichstellung/Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • gleicher Lohn für gleiche Arbeit (Angestellte und Beamten, LehrerInnen aller Schulstufen, A13 für alle!) 
  • Abbau von Belastungen im Schuldienst

Zum einen kandidiere für den Geschäftsführenden Vorstand des GEW-Stadtverbandes Köln, um dort die Themen und Anliegen der Fachgruppe Grundschule einzubringen.

Zum anderen hat in den letzten 2 Jahren der Geschäftsführende Vorstand vermehrt fachgruppenübergreifenden Projekte, Veranstaltungen und Aktionen durchgeführt und es ist mir ein Anliegen, diesen Prozess der engeren Zusammenarbeit der verschiedenen Fachgruppen weiter voranzutreiben, so dass bei gemeinsamen Themenbereichen Kräfte gebündelt werden und Synergieeffekte entstehen können.

Die Arbeit im Geschäftsführenden Vorstand ist sehr konstruktiv und macht mir großen Spaß und ich würde diese gerne für weitere 2 Jahre fortsetzen.


Barbara Hünning - FG Gesamtschule
Barbara Hünning

Barbara Hünning - FG Gesamtschule

53 Jahre, Lehrerin an der Gesamtschule Holweide

Seit knapp 2 Jahren bin ich an der Gesamtschule Holweide tätig. Vorher war ich 25 Jahre an 4 verschiedenen Realschulen. Nach vollzogenem Schulwechsel arbeite ich in der Fachgruppe Gesamtschule der GEW, vorher in der Fachgruppe Realschule.Seit drei Jahren bin ich Moderatorin im Kompetenzteam der Bezirksregierung für das Fach Kunst in der Sekundarstufe I. 

Die Erfahrungen, welche mir aus der Durchführung von Fortbildungen in der Moderation erwachsen sind, möchte ich gerne mit in die Arbeit der GEW einbringen.

Das arrivierte Motto "Inklusion - ja, aber richtig!", welches heute aktueller denn je ist, sollte aus meiner Sicht vor Ort einen Impuls nach vorne bekommen. Deswegen möchte ich dafür eintreten, dass die Arbeitsbedingungen, mit denen die Kolleg*innen jeden Tag konfrontiert werden, qualitativ und strukturell verbessert werden. Dazu zählt aus meiner Sicht die Aufstockung der Ressourcen, damit Inklusion erfolgreich gelingen kann. 

Dafür bitte ich um Eure Stimme.


Berkan Kar - FG Kindertagesstätten
Berkan Kar

Berkan Kar - FG Kindertagesstätten

Mein Name ist Berkan Kar, Erzieher und seit 1998 bei den KölnKitas gGmbH.

Als Betriebsratsmitglied der KölnKitas gGmbH vertrete ich bereits seit 2008 die Belange unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon freigestellt seit 2012.

Nun möchte ich meine Erfahrungen als Erzieher und Betriebsrat und langjähriges GEW-Mitglied zur Verfügung stellen und kandidiere als Referent für den Geschäftsführenden Vorstand.


Beate Kleiden - AK Lehrer*innen und Erzieher*innen von Migrantenkindern
Beate Kleifgen

Beate Kleifgen - AK Lehrer*innen und Erzieher*innen von Migrantenkindern

Als Kassiererin habe ich mich in den letzten zwei Jahren um die Finanzen des Stadtverbandes gekümmert. Falls ich wieder für den Geschäftsführenden Vorstand gewählt werde, übernehme ich diese Aufgabe gerne wieder. 

In der GEW Köln bin ich auch im Arbeitskreis Lehrer*innen und Erzieher*innen von Migrantenkindern (AK LEMK) aktiv. Wir haben z.B. die Fachtagung "Recht auf Bildung! Geflüchtete und neu zugewanderte Kinder und Jugendliche in Kölner Schulen und Kitas" organisiert. 

Am Berufskolleg arbeite ich als Sonderpädagogin mit geflüchteten und zugewanderten jungen Erwachsenen sowie mit benachteiligten Jugendlichen.


Guido Schönian - FG Gesamtschule
Guido Schönian

Guido Schönian - FG Gesamtschule

40 Jahre, Lehrer an der Lise-Meitner-Gesamtschule in Köln-Porz

Nach meinem Verständnis ist die Arbeitsbelastung der Kolleg*innen im Bildungsbereich zu hoch. Das gilt für Erzieher*innen genauso wie für Lehrer*innen, Dozent*innen und andere.

Wir könnten den einzelnen Kindern/Studierenden viel besser gerecht werden, wenn die entsprechenden Grundlagen zur Verfügung gestellt würden. Die Gruppen sind aber zu groß und das Stundendeputat ist - angesichts der zusätzlichen Aufgaben - zu hoch.

Vor allem für Lehrer*innen im Angestelltenverhältnis und die Beschäftigten des "akademischen Mittelbaus" an den Hochschulen kommt hinzu, dass ihre Bezahlung inakzeptabel niedrig ist. Viele trauen sich kaum, an die zu erwartende Rente zu denken. Und dann ist da noch der Druck, wenn Kolleg*innen fürchten müssen, dass befristete Verträge nicht verlängert werden.

Unser Arbeitgeber ist der Staat, das Land NRW bzw. die Kommune vor Ort. Noch nie sind die Steuereinnahmen der öffentlichen Hand so üppig ausgefallen wie heute. Die Ressourcen für bessere Arbeitsbedingungen (Zeiten und Entgelte!) sind vorhanden. Es liegt einzig und allein daran, sich zu organisieren und die Dinge zu erkämpfen, die wir - im Sinne der Kinder und Studierenden - brauchen.

In diesem Sinne steht meine erneute Kandidatur für den GfV. Als Mitglied der "forum"-Redaktion will ich als Bindeglied zwischen dem Geschäftsführenden Vorstand und unserem Mitgliedermagazin agieren. Und als Gesamtschullehrer betrachte ich es natürlich als prioritär, eine Offensive für die Einrichtung von mindestens sechs neuen Gesamtschulen in Köln zu starten.


Stefan Schüller - AK Angestellte
Stefan Schüller

Stefan Schüller - AK Angestellte

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
mein Name ist Stefan Schüller, ich bin 38 Jahre alt und tarifbeschäftigter Lehrer am Herder-Gymnasium in Köln-Buchheim. Die GEW ist seit 10 Jahren meine bildungspolitische Heimat. Neben unseren bildungs- und gesellschaftspolitischen Zielen möchte ich mich insbesondere dafür einsetzen, dass die GEW eine starke Tarifgewerkschaft wird.

Dabei ist es für mich von Bedeutung, die verschiedenen Kämpfe, die wir führen, stärker zu vernetzen - unabhängig davon, ob es um eine Aufwertung des Berufs der Erzieher*innen, um mehr unbefristete Stellen an der Uni, um bessere Arbeitsbedingungen an den Volkshochschulen oder um die Forderung der gleichen Bezahlung an den unterschiedlichen Schulformen geht.

Wir sollten uns nicht entlang von Berufsgruppen oder Tarifverträgen wie TVöD und TV-L aufspalten, ich unterstütze daher die Forderung nach Gründung einer regionalen Basisgruppe für Tarifpolitik.

Neben meinem Engagement als Tarifbeschäftigter arbeite ich bei unserer Mitgliedszeitschrift forum mit und führe die Interviews mit den Fach- und Arbeitsgruppen der Kölner GEW. Diese bereiten mir besonders viel Freude, weil die unterschiedlichen Perspektiven unserer Mitglieder meinen Horizont immer wieder aufs Neue erweitern. Diese Perspektiven möchte ich mit in meine gewerkschaftliche Arbeit einfließen lassen. Um Termine und wichtige Ankündigungen zwischen den forum-Ausgaben bekannter zu machen sowie um zu versuchen, einen größeren Personenkreis zu erreichen, möchte ich das forum zusätzlich in den sozialen Medien etablieren.

GEWerkschaftliche Grüße, Stefan


Brunhilde Seeber - FG Sozialpädagogische Berufe
Brunhilde Seeber

Brunhilde Seeber - FG Sozialpädagogische Berufe"WIR" Erzieher*innen sind es Wert! Getreu diesem Motto, gibt es immer wieder viel zu tun.

Politik und Öffentlichkeit müssen immer wieder auf die Problematiken in dem Bereich Kita aufmerksam gemacht werden. Die gestiegenen Belastungen, die Rahmenbedingungen, zu wenig Personal und Inklusion sind einige von vielen wichtigen Themen, die den Alltag der Erzieherinnen und Erzieher jeden Tag herausfordern und die Belastungsgrenze bis auf Anschlag in Anspruch nehmen.

Hier als Ansprechpartnerin aktiv ins Geschehen einzugreifen, das habe ich mir zum Ziel gesetzt. In der GEW Köln, dem Geschäftsführenden Vorstand, in dem ich schon viele Jahren aktiv mitarbeite, habe ich die Möglichkeit, diese Themen und Probleme für den Kita-Bereich zu thematisieren und in der Vernetzung als Leitung der Fachgruppe "Kita" des Stadtverbands Köln und des Fachgruppenausschusses für Sozialpädagogische Berufe auf Landesebene NRW zu verbinden.

Nicht zu vergessen ist die Tarifpolitik, mit der wir uns gerade aktuell auseinandersetzen. Das Thema: "Neues Kita-Gesetz", oder wie es jetzt von der neuen Landesregierung angedacht ist, Veränderungen im KiBiz zu vollziehen, ist eine sehr wichtige Aufgabe, die nicht dem Selbstlauf und den Vorstellungen der Politik zum Opfer fallen darf.

Hier werde ich mich mit einbringen. Es gibt auch diesmal viel zu tun, deshalb kandidiere ich wieder für den Geschäftsführenden Vorstand.