Warnstreik in Köln 21.03.2018

Warnstreik in Köln 21.03.2018

Fotos: Angela Bankert

Warnstreik in Köln 21.03.2018

zuversichtliche Stimmung bei den Streikenden

Warnstreik in Köln 21.03.2018

GEW-Streikende trotzen der Kälte

Warnstreik in Köln 21.03.2018

Streiklokal in Köln-Mülheim

Kitabeschäftigte machen Druck für berechtigte Tarifforderungen

Nach der ergebnislos verlaufenen zweiten Verhandlungsrunde in der aktuellen TVöD-Gehaltstarifrunde setzen die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes ihre Warnstreiks fort. Am 21. März 2018 wurden zahlreiche Einrichtungen des öffentlichen Dienstes bestreikt. GEW-Beschäftigte in den Kindertageseinrichtungen der Stadt Köln waren mit dabei. Zur Bekräftigung ihrer Forderungen haben Erzieher*innen, Auszubildende und Praktikant*innen die Arbeit niedergelegt und versammelten sich auf dem Wiener Platz in Köln-Mülheim. Die Stimmung bei der Kundgebung am Wiener Platz war kämpferisch.

Zwischendurch ging es ins GEW-Streiklokal zur Eintragung in die Streiklisten und zum Streikfrühstück. "Die öffentlichen Arbeitgeber haben es nicht für nötig befunden, ein konkretes Angebot vorzulegen und damit weitere Streikmaßnahmen der Beschäftigten provoziert. Unsere Forderungen liegen auf dem Verhandlungstisch. Der Bund und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände müssen sich bewegen", erklärt Brunhilde Seeber, Sprecherin der Fachgruppe Kita der GEW Köln.

Gemeinsam mit ver.di fordert die GEW in der Tarifrunde 2018 eine Erhöhung der Tabellenentgelte um sechs Prozent, mindestens aber 200 Euro und die Erhöhung der Entgelte für Praktikant*innen sowie Auszubildenden um 100 Euro monatlich. Die Laufzeit der Tariferhöhung soll zwölf Monate umfassen.

Brunhilde Seeber wirbt bei den Eltern um Verständnis für den Warnstreik: "Der Streik richtet sich nicht gegen Eltern und ihre Kinder. Es geht um eine angemessene Lohnerhöhung für die Beschäftigten in den Kitas und für den gesamten öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen. Sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro - das klingt viel, ist aber notwendig, um die pädagogische Arbeit angemessen zu bezahlen, gerade vor dem Hintergrund des großen Fachkräftemangels in den öffentlichen Kitas."

Nur durch gute Arbeitsbedingungen und eine faire Bezahlung könnten junge, motivierte Menschen für die Sozial- und Erziehungsberufe gewonnen werden.