GEW-Kampagne für eine faire Besoldung JA 13!

Weil alle Lehrer*innen es verdienen!

GEW-Kampagne - JA 13! Für eine faire Besoldung!

 

GEW-Kampagne für eine faire Besoldung JA 13! Weil alle Lehrer*innen es verdienen!

Anlässlich des “umgekehrten Equal Pay Day” am 21. November traten Lehrer*innen aus Grundschulen, gemeinsam mit den Lehrkräften der Sekundarstufe I für eine Aufwertung ihres Berufs und die gleiche Bezahlung aller Lehrämter ein. Die GEW NRW rief im Rahmen einer bundesweiten "Aktionswoche JA 13 für alle" zu einer symbolischen Aktion vor dem Landtag in Düsseldorf auf. Die Kundgebungsteilnehmer*innen formten ein lebendes „A13“ auf der Landtagswiese.

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hatte für die Landesregierung eine Besoldungsreform in Aussicht gestellt, weil die mittlerweile gleichwertige Lehramtsausbildung besoldungsrechtliche Konsequenzen haben soll, von der auch Tarifbeschäftigte profitieren. Für die GEW NRW ist dieser Schritt schon längst überfällig. Der namhafte Rechtsexperte Prof. Dr. Ralf Brinktrine, Universität Würzburg, hat in einem von der Bildungsgewerkschaft in Auftrag gegebenen Gutachten die schulformabhängige Besoldungseinstufung von Lehrkräften als verfassungswidrig bewertet. Für Martina Schütte, die Vorsitzenden der Fachgruppe Grundschule der GEW Köln bedeutet das: „Es gibt keine sachlichen Gründe, Lehrkräfte an Grundschulen und an den Schulformen der Sekundarstufe I schlechter zu bezahlen. Hochschulausbildung und Vorbereitungsdienst sind für Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen gleich lang. Im Lernprozess der Kinder leisten sie gleichwertige Arbeit.“ Im Gegensatz zu den Lehrkräften an der Grundschule und an den Haupt-, Real- und Sekundarschulen und in der Sekundarstufe I der Gesamtschulen erhalten Lehrer*innen an Gymnasien und in der Sekundarstufe II sowie an Berufskollegs als Berufsanfänger*innen A 13 Z (Zulage). Nach GEW-Berechnungen liegt die Differenz im Einstiegsgehalt zwischen A 12 und A 13 Z bei über 600 Euro.

Martina Schütte ergänzt ein zentrales politisches Ziel der GEW: „Bei der angekündigten Reform der Besoldung dürfen diejenigen nicht abgehängt werden, die zwar nach einer alten Studienordnung studiert haben, deren Berufserfahrung aber die inzwischen verlängerte Ausbildungszeit mehr als aufwiegt und die in der aktuellen Situation des Lehrkräftemangels zudem viele zusätzliche Aufgaben wie die Einarbeitung von Kolleg*innen ohne Lehramt übernehmen. Berufserfahrung und die Übernahme von Verantwortung müssen angemessen honoriert werden. JA 13! Weil alle Lehrkräfte es verdienen!“

Zur Verdeutlichung des finanziellen Unterschieds wendet die GEW in ihrer bundesweiten Kampagne das Prinzip des „umgekehrten Equal Pay Day“ an, der symbolisch die geschlechtsspezifische Lohnlücke markiert: gemessen an der Besoldung nach A 13 Z arbeiten alle Lehrkräfte, die nach A 12 bezahlt werden, die letzten fünf Wochen des Jahres, unbezahlt.

Vor dem Kölner DGB-Haus Köln mobilisierte die GEW-Fachgruppe Grundschule am 16.11.2017 ihre Kolleg*innen mit der Auftaktaktion „Damit der Zug nicht für Dich abfährt …“ Hier konnten sich die Kolleg*innen eine Freifahrkarte abholen, um am 21.11.2017 an der JA 13-Aktion in Düsseldorf teilzunehmen.

Online-Petition: www.openpetition.de/petition/online/a13-fuer-alle-lehrerinnen-und-lehrer